Ambulantes Hospiz Mülheim a. d. Ruhr e.V.

Leben in Würde bis zuletzt

Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und Trauernden

 

 

 

 

Unser kostenloses Angebot in Zeiten von Corona

 

Mit Zustimmung unserer Vorstandschaft haben wir beschlossen,

mit 16 Begleiter*innen, die sich  freiwillig  zur Verfügung stellen,

unser kostenloses Hilfsangebot,

zur Begleitung von Schwerstkranken und ihren Angehörigen,

wieder aufzunehmen.

Unsere ehrenamtlichen Begleiter*innen

sind über die besonderen Schutzmaßnahmen informiert.

Sie sind mit  Desinfektionsmittel, Mundschutz, ggf. Handschuhe ausgerüstet

und über das richtige Verhalten aufgeklärt.

 

Wenn Sie Informationen oder Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte

unter    0160  -  78 688 45.

 

 

 

 

 

 

Digitaler Seniorentag 2020

 

Am 29.09.2020 fand der digitale Seniorentag 2020 statt. Er wurde als Livestream aus dem Rittersaal des Schloß Broich gesendet.

Wer es live nicht verfolgen konnte, hat die Möglichkeit den Stream unter folgenden Link zu sehen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=zvxC_uba5R8

 

Werner Menne

 

 Unsere neuen Begleiter und Begleiterinnen

Neue Begleiter

Neun Frauen und zwei Männer haben Anfang März das Vorbereitungsseminar „Sterbende begleiten“ erfolgreich beendet.

Es war eine sehr intensive Zeit für uns alle. Als Kursleiterinnen sind wir immer wieder überrascht und erfreut, wie schnell sich auch diese Gruppe Gleichgesinnter im vertrauten Miteinander zusammen gefunden hatte. Sie brachten, trotz der unterschiedlichsten Lebensgestaltung, verschiedener Berufe und Erfahrungsbereiche ein beachtliches Maß an Qualifizierung durch ihr gelebtes Leben mit. Die Herzenswärme und das Mitgefühl, das unsere Seminarteilnehmer*innen mitbrachten, sind unschätzbare Werte für die Begleitung der uns anvertrauten Menschen.

Einige der Seminarteilnehmer*innen haben bereits in ihrem Umfeld Krankheit, Sterben und Tod erlebt.

Von Anfang an war an den wöchentlich stattfindenden Seminar- und Themenabenden eine große Offenheit und Disziplin zu spüren. So erfuhren wir vieles aus dem  Leben der Seminarteilnehmer*innen und ihrer unterschiedlichsten Motivation zur ehrenamtlichen Mitarbeit in unserem Ambulanten Hospiz.

Diese „ehrenamtliche“  Aufgabe, ist durch die Teilnahme an dem Vorbereitungsseminar eine qualifizierte Tätigkeit.

Ohne dieses Ehrenamt gäbe es keine ambulante Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen. Das Ehrenamt ist die tragende Säule der ambulanten Hospizarbeit. Daher sind unsere Ehrenamtlichen das Herzstück unseres Vereins und ein großer Schatz. Sie erhalten mit ihrem vielfältigen Tun unser Ambulantes Hospiz hier in Mülheim am Leben.

Wir danken unseren neuen Ehrenamtlichen, dass wir Sie für die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen im Ambulanten Hospiz Mülheim an der Ruhr e.V. gewinnen konnten.

Ursula König

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ambulante Hospiz ist wieder für Sie da.

 

Unsere hospizlichen Begleitungen sind in dieser noch nie dagewesenen Zeit von CIOVID 19 auf ein Minimum reduziert und dennoch benötigen die Menschen unsere kostenlose Unterstützung.

Das Ambulante Hospiz Mülheim an der Ruhr e.V. unterstützt seit ca. 25 Jahren schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen, vor allem in ihrem Zuhause, aber auch in Alteneinrichtungen und in Krankenhäusern. Unsere ca. 50 qualifizierten Ehrenamtlichen haben eine wichtige Kernaufgabe. Sie lassen die betroffenen Menschen nicht alleine, sondern sind da  -  mit offenen Ohren und offenem Herzen  -. In den vergangenen Wochen, in dieser besonderen Zeit der sozialen Distanzierung, waren Begleitungen in erster Linie nur über Telefongespräche oder Gespräche über Balkongeländer erfolgt. Ein Telefonat reicht dazu jedoch nicht immer aus, da pflegende Angehörige Vater, Mutter, Partner usw. nicht allein lassen wollen, wenn sie Zeit für sich oder für notwendige Erledigungen außer Haus brauchen.

Bei uns gibt es derzeit 16 Begleiter*innen, die uns bestätigt haben, dass sie trotz der durch COVID 19 angeordneten Einschränkungen freiwillig für eine Begleitung zur Verfügung stehen. Unser Vorstand und alle Verantwortlichen des Ambulanten Hospizes haben sich zwar nach dem Lockdown strikt an die Anweisungen des Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. vom 16. März 2020 gehalten. Der Verband hat in seinem Schreiben jedoch auch unter bestimmten Bedingungen Begleitungen nicht ausdrücklich verboten. Nicht nur die Ehrenamtlichen, auch der Verein selbst musste sich in der neuen Situation zurechtfinden und neue Routine schaffen  -  denn von Normalität mag man kaum sprechen.

Wir haben uns daher nach nochmals Gedanken gemacht, wie wir unsere kostenlose Hilfe trotz  COVID 19 anbieten können.

Durch die Zustimmung unseres gesamten Vorstandes haben wir beschlossen, mit den 16 freiwilligen Begleiter*innen unser Hilfsangebot, trotz dieser Krise und den Einschränkungen, wieder aufzunehmen. Wir gehen keineswegs leichtsinnig mit der Situation um. Stattdessen haben wir uns gut informiert und unsere Ehrenamtlichen mit den besonderen Schutzmaßnahmen, wie Desinfektionsmittel, Mundschutz, ggf. Handschuhe ausgerüstet und sie über das richtige Verhalten informiert.

Das Ambulante Hospiz Mülheim an der Ruhr e.V. kann daher mit 16 Freiwilligen seiner ehren-amtlichen Begleiter*innen das kostenlose Angebot, Schwerstkranke mit ihren Angehörigen zu begleiten, wieder anbieten.

Wenn Sie Informationen oder Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte unter 0160 – 78 688 45.

 

Ursula König 

Leiterin des Ambulanten Hospizes                                                                                              

Umzug: Hospiz will sichtbar werden

Der Verein hat erstmals ein eigenes Büro in der Innenstadt bezogen. Am Kohlenkamp ist willkommen, wer Unterstützung in einer schweren Zeit benötigt

Ursula König leitet das Ambulante Hospiz Mülheim.                                              <b>Michael Dahlke</b>                                              FUNKE Foto Services
Ursula König leitet das Ambulante Hospiz Mülheim. Michael Dahlke FUNKE Foto Services

 

Bettina Kutzner

Manche leisten den wichtigen Dienst am Menschen ganz im Stillen. Dazu gehören auch die Ehrenamtler des Ambulanten Hospizes Mülheim, die seit über 23 Jahren Sterbende und ihre Familien begleiten. Der Verein hat nun erstmals ein eigenes, sichtbares Büro in der Innenstadt bezogen. Am Kohlenkamp 7 ist willkommen, wer Hilfe in einer schweren Zeit benötigt.

Es ist noch alles ein wenig unfertig in den neuen Räumen, wo früher einmal ein Ladenlokal war. Doch dass hier alles hell, freundlich und einladend gestaltet wird, kann man schon deutlich sehen. Ursula König , die Leiterin des Ambulanten Hospizes, freut sich darauf, wenn das Schaufenster endlich schön gestaltet ist, und die Passanten sehen können, wer hier eingezogen ist. Mancher traut sich vielleicht dann eher über die Schwelle. Vielleicht, weil er die Hilfe des Ambulanten Hospizes Mülheim benötigt, vielleicht, um sich einfach mal zu informieren.

Ursula König bildet gerade zwölf neue Ehrenamtler aus, die in einem sechsmonatigen Kurs plus Praktikum fit für die anspruchsvolle Aufgabe gemacht werden. 38 aktive ehrenamtliche Frauen und Männer gibt es bereits, die in Mülheim Schwerstkranke und Sterbende zu Hause oder im Seniorenheim begleiten, aber auch mit ins Krankenhaus, ins Stationäre Hospiz gehen, wenn das in den letzten Tagen und Stunden nötig sein sollte. „Wir werden“, betont Ursula König, „nur auf Anfrage tätig.“ 60 bis 80 Begleitungen hat das Ambulante Hospiz im Jahr im Durchschnitt. In den vergangenen fast 24 Jahren haben man noch nie eine gewünschte Begleitung ablehnen müssen. „Es ist toll, dass wir immer wieder neue Ehrenamtler finden“, freut sich Ursula König.

Das Angebot des Vereins, der im Januar 1996 als „Hospizverein“ gegründet wurde, ist kostenlos und für jedermann offen. Wer die Kontaktnummer wählt, wird bei Andrea Guntermann landen, der einzigen fest Angestellten des Vereins. Als Halbtagskraft organisiert sie die Ehrenamtlichen für den Einsatz in den Familien. Sie schaut, wer am besten zu der Familie passen könnte. Die Ehrenamtlichen, darunter sind seit zehn Jahren auch immer wieder Männer, werden gut vorbereitet auf ihre Aufgabe, bei der sie weitgehend auf sich selbst gestellt sind.

Ehrenamtliche werden sorgfältig für die anspruchsvolle Aufgabe geschult

Sie müssen bestimmte Qualifikationen haben, um ganz selbstständig in einer seelisch wie körperlich belastenden Ausnahmesituation Familien Unterstützung sein zu können. „Es ist eine schwierige, sensible Situation, die viel Empathie erfordert“, weiß Ursula König. Unterstützung erfahren die Ehrenamtler regelmäßig durch den Verein, durch regelmäßige Supervisionen.

Der oder die Ehrenamtliche macht allein mit den Familien aus, wie oft oder wie lange die Unterstützung gewünscht ist, wobei der Kranke immer im Mittelpunkt steht. Im Schnitt sind das zwei, drei Termine in der Woche, jeweils für etwa zwei Stunden. Wenn es dem Ende zugeht, wird es meistens mehr, so die Erfahrung von Ursula König, die betont: „Wir pflegen in keiner Weise, wir sind ausschließlich im psychosozialen Bereich tätig.“

Die Angehörigen können den Kranken in besten Händen wissen, wenn eine dringende Erledigung nicht warten kann oder sie vielleicht einmal eine kleine Auszeit für sich selbst brauchen. Viele, weiß König, sind erschöpft, weil sie sich nicht mehr trauen, den Kranken allein zu lassen.

Die zwölf neuen Ehrenamtler werden bis April 2020 ausgebildet, gehen dann in ein 60-stündiges Praktikum im Krankenhaus, im Altenheim, im Stationären Hospiz.

Was motiviert Menschen für diese Aufgabe? „Die Ehrenamtler kommen aus ganz verschiedenen Lebensbereichen und Berufen“, sagt Ursula König. „Die Motivation ist häufig die eigene Betroffenheit.“ Dass man in eine zuvor völlig fremde Familie geht und dort einen großen Vertrauensbeweis bekommt, das sei „ein ganz großes Geschenk“ für die Ehrenamtlichen, die bei der letzten Krise eines Menschen ihm oder ihr hilfreich zur Seite stehen wollen.

 

 

 

 

Anschrift

Kohlenkamp 7
45468 Mülheim an der Ruhr
Telefon  0208 - 30 448 680
Mobil     0160 - 78 688 45
Bürozeiten
Montag bis Freitag
9.00 bis 12.00 Uhr
Mittwoch geschlossen